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Die folgenden Tipps basieren auf meinen persönlichen ‘Erfahrungen und gelten (wenn nicht anders beschrieben) immer für das Paket Slotcar auf NINCO-Schiene. Gerade die Abstimmung der Fahrzeuge unterscheidet sich hier teilweise erheblich von einer erflogreichen Abstimmung auf anderem (glatteren) Schienemnaterial.
Randstreifen
Reifenwahl
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Randstreifen:
Ein gängiges Vorurteil gegen die Ninco-Schiene ist: Auf Ninco kann man nicht driften. FALSCH! Man kann sehr wohl auch auf der Ninco-Schiene driften. Und zwar sehr schön und kontrolliert. Allerdings nicht wenn man mit starken Magneten fährt. Wer (wie ich) hauptsächlich Magnetlos mit ausgebleiten Fahrzeugen seine Runden dreht, kann das sofort bestätigen. Die Ninco Schiene ist zwar schon recht breit aber zum Driften auf der Aussenbahn sind auch bei diesem System Randstreifen Pflicht! Die original Ninco-Randstreifen haben aber zwei Nachteile.
1. Sie sind mit ihren 5cm etwas zu schmal
2. Die Farbe! Sie passt irgendwie gar nicht zum Rest der Bahn...
Die Breite ist fix und kann nicht so einfach geändert werden. Gerade die breiten LeMans-Prototypen-Fahrzeuge nutzen im Drift mehr als die Systemseitig zur Verfügung gestellte Fläche. Wenn man aussen an den Ranstreifen noch Leitplanken montiert, kann es schon mal vorkommen, dass das Auto mit dem Heck in die Leitplanke einschlägt. I.d.R. ergibt das eine kurze Verzögerung und sollte bei der Jagdt nach der Bestzeit tunlichst vermieden werden. Weniger ist manchmal mehr...
Wer breitere RS haben will, muss sich selbst welche anfertigen. Dazu eignet sich fast jedes 8mm starkes Material (Pappelsperrholz, Spanplatte, Hartschaum,, etc.) Allerding hat man hier den Effekt, dass wenn man die Holzrandstreifen nicht zusätzlich mit einer rauhen Oberfläche versieht extreme Gripunterschiede zur Fahrbahn hat. Das bedeutet, ein Fahrzeug fährt auf der Aussenbahn ganz anders als auf der Innenbahn, wo es komplett auf der Schiene driftet. Anleitungen zum Randstreifenbau sind im Internet zahlreich vorhanden. Einfach mal googeln...
Die unpassende Farbe aber kann man ändern. Ich habe z.B. im Laufe der Zeit alle Randstreifen mit schwarzer Abtönfarbe lackiert. Alles was man dazu braucht ist die Farbe, einen Pinsel und flexibles Abklebeband. Es ist wichtig, dass die RS zunächst gereinigt/entfettet werden. Ich bürste Sie einfach mit der Spülbürste im (sauberen) Abwaschwasser ab und tockne sie hinterher ganz normal ab. Dann hat man zwei Möglichkeiten: 1. Man klebt di äussere Hälfte (rot-weiss) der RS komplett mit dem Abklebeband ab und streicht die innere Hälfte mit der Abtönfarbe. Diese Methode ist schell und man hat seine RS an einem Nachmittag bearbeitet.
Durch die rauhe Struktur der RS läuft aber immer etwas Farbe unter das Klebeband und der Rand zum äusseren, rot-weissen Streifen ist nicht immer ganz sauber. Aus zwei Meter Entfernung fällt das aber gar nicht mehr auf. Wen es dennoch stört bzw. wer gar kein Weiß mehr haben möchte, kann entweder freihand den Pinsel schwingen oder nur die roten Flächen mit Malerkrepp abkleben. Da die roten Flächen aber nicht wirklich rechtwinklig sind, müssen die Klebestreifen einzeln zugeschnitten werden. Das ist zwar eine Menge arbeit, erzielt aber das sauberste Ergebnis..
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Reifenwahl
Da ich nur eine Ninco Bahn mein Eigen nenne und mit meinen Slotcars nur sehr selten auf anderen Bahnen fahre, sind alle folgenden Empfehlungen auf die Ninco-Schiene beschränkt..
Da ich nur eine Ninco Bahn mein Eigen nenne und mit meinen Slotcars nur sehr selten auf anderen Bahnen fahre, sind alle folgenden Empfehlungen auf die Ninco-Schiene beschränkt..
Generell gilt, dass die Reifen möglichst rund und Plan sein sollten. Ist das nicht von Haus aus der Fall so müssen sie geschliffen werden. Dazu empiehlt es sich sehr eine Reifenscheifmaschiene zu wervenden. Das Freihandschleifen mit dem Schmirgel auf einem Holzplättchen oder direkt auf der Bahn ergibt meist eher suboptimale Ergebnisse. Wobei man ehrlicher Weise sagen muss, dass das Schleifen auf der Ninco-Schiene nicht sooooo wichtig ist wie bei einer Holzbahn oder der Carrera-Schiene. Was aber auch eine Menge bringt ist das Brechen (Abrunden) der Aussenkanten des Reifens.
Natürlich sollte der Reifen möglichst fest auf der Felge sitzen - also evtl. verkleben. Und zwar schon vor dem Schleifen!
Die Nincoschiene bietet auf Grund ihrer rauhen Oberfläche schon von sich aus eine Menge Grip. Jetzt ist es wichtig, dass das Auto mit den verwendeten Reifen diesen Grip auch richtig nutzen kann. Man würde vielleicht erwarten, dass Reifen, die auf einer Holzbahn oder Carreraschiene gut gehen, auch auf der Ninco funktionieren. Dem ist aber nicht so! Ortmann-Reifen funktionieren auf der Ninco-Schiene leider überhaupt nicht gut. Aber zum Glück gibt es Alternativen.
Nach Tests verschiedener Reifen stellte sich heraus, dass die Fly-Racing-Reifen und die Slot.it-P4 (gerade getestet) auf der Ninco Schiene mit Abstand den besten Gripp liefern. Und zwar nicht nur in der Top-Rundenzeit, sondern auch im längeren Stint. Die Reifen bauen in den ersten Runden stetig immer mehr Gripp auf bis sie ihr Maximum erreicht haben. Das ist beim Grauenring (27,5m) nach ca 10 - 15 Runden (je nach Aussentemperatur) der Fall.
Das jetzt aufgebaute Gripniveau bleibt unheimlich lange (finde ich!) konstant. selbst nach 50 Runden sind immer noch die selben Zeiten fahrbar wie zu Beginn des Stints. Irgendwann haben aber auch diese Reifen soviel Staub von der Bahn gesammelt, dass der Grip nach lässt. Aber nur recht wenig. Die Rundenzeiten gehen dann um ca. 1-2/10 hoch
Der Verschleiß hält sich dabei ebenfalls auf einem erfreulich nidrigem Nevau! Ich fahre jetzt einige meiner Autos seit einem Jahr mit den Fly-Reifen und hatte noch keinerlei Veranlassung einen Reifen zu wechseln. Zum Verschleiß der P4-Reifen kann nich noch nichsts sagen, da ich sie erst seit 3 Tagen fahre.
Andere Reifen haben zum Teil einen ähnlichen Gripp jedoch nicht auf Dauer oder aber einen sehr hohen Verschleiß.
Im Folgenden habe ich in Kurzform die Testergebnisse meiner Reifentests tabellarisch zusammengefasst. Eindrucksvoll ist wie groß der Abstand zwichen den Spezial-Reifen für NINCO und den Tuningreifen für Hartplastik bzw Holzbahnen ist. Ich hatte mich zuerst gewundert, warum die Fly-Racing-Reifen (mit denen die Racing-Autos ausgeliefert werden) auf den anderen Reifen so überlegen waren. Die Antwort darauf ist wohl, dass Fly ein Spanischer Hersteller ist und in Spanien sehr viel auf Ninco (ebenfalls Spanisch) gefahren wird. Carrera ist meines Wissens nach nur im Deutschsprachigen Raum die Nr. 1.
Die Tests habe ich nach folgendem Schema durchgeführt: Slot.it Porsche 962-Blaupunkt, gefahren bei 12,0V
1. Reifen 20 Runden warm gefahren, dann mit Kreppband abgezogen und gesäubert. Gleichzeitig Schleifer gesäubert und mit Kontacktflüssigkeit behandelt.
2. Zwei Qualifying Stints mit je 5 Runden gefahren. Nach jedem Stint die Reifen abgezogen.
3. Wieder die Schleifer gewartet, Reifen gesäubert und zwei 15 Runden-Stints gefahren. Wovon der bessere in die Wertung einging.
Die angegebenen Zeiten sind beim Qualifying die absolute Top-Runde und beim Longrun die Durchschnttszeit des besseren Stints. Die Angaben über den Verschleiß sind rein subjektiv.
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Reifen
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Qualifying
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Long Run
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Verschleiß
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Fly-Racing
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8,69
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8,86
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?
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Slot.it P4
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8,83
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8,97
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sehr gering
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Slot.it P3
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9,35
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9,53
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mäßig/hoch
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Slot.it P2
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9,48
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9,64
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mäßig
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Slot.it Serie
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9,61
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9,86
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?
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Rein von den erzielten Rundenzeiten her ist der Fly-Racing Reifen klar die Nummer Eins! Das Auto fährt wie auf Schienen und geht unglaublich schnell um die Kurven. Wenn es anfängt zu Driften fängt es sich sofort wieder. Das sieht dann etwas hoppelig aus und sollte vermieden werden.
Der Slot.it-P4 ist da viel weicher zu fahren. Das Auto geht in einen weichen Drift über, der sich hervorragend kontrol- lieren lässt. Aber jeder Drift kostet einige Hundertstel. Da bleibt es jedem selbst überlassen wie er seine Prioritäten setzt. Minimale Rundenzeiten ohne Kompromisse oder hoher Spaßfaktor beim weichen Drift mit Verzicht auf die allerletzen Hundertstel.
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